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Die Meisterhäuser Dessau (Startseite)

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Das nächste Doppelhaus enthielt die Wohnungen von Georg und El Muche sowie von Oskar und Tut Schlemmer. Die Innenausstattung im Haus Muche schaffte es mit einer Abbildung in das Bauhausbauten-Buch von Gropius, denn auch das Ehepaar Muche blieb mit der Ausstattung des Wohnzimmers „auf Bauhauslinie“. Es war mit Möbeln von Marcel Breuer und Kunstwerken von Georg Muche versehen.
Im Haus Muche gab es 1927 den ersten Mieterwechsel der Siedlung, als Georg und El Muche das Bauhaus verließen und Hinnerk mit Lou Scheper einzogen. Am 2. Juli 1927 fand das Abschiedsfest für die Muches im nunmehrigen „Haus Scheper“ statt.
Mit Hinnerk Scheper (1897-1957), der mit seiner Frau Lou und drei Kindern einzog, wohnte der erste „Jungmeister“ in der Siedlung. Unter seiner Anleitung erfolgte die Farbgestaltung des Bauhausgebäudes. Nach seinen Farbentwürfen wurden 1927 auch die Anhaltische Gemäldegalerie im Palais Reina sowie das Museum für Naturkunde und Vorgeschichte Dessau in der ehemaligen Anhaltischen Kunsthalle ausgestaltet.
Hinnerk Scheper war 1929-31 vom Bauhaus beurlaubt und arbeitete als beratender Spezialist für farbige Architekturgestaltung in Moskau. Nach seiner Rückkehr arbeitete er verstärkt bei der Gestaltung der Bauhaus-Tapeten für die Fa. Gebr. Rasch in Bramsche. 1933 Entlassung; vornehmlich freie künstlerische Arbeit in Berlin. Nach 1945 Konservator und Berater für Farbe in der Architektur von Berlin und Leiter des Amtes für Denkmalpflege an der Technischen Universität Berlin. Als Regierungsdirektor bekleidete er von 1953 an das Amt des Konservators von Berlin (West).


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