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Die Meisterhäuser Dessau (Startseite)

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Oskar Schlemmer bewohnte mit Frau und drei Kindern die andere Doppelhaushälfte. Die Schlemmers pflegten ein sehr lebendiges gesellschaftliches und Familienleben, in dem ihre Kinder Tilman, Jaina und Karin eine große Rolle spielten. Hannes Meyer (ab 1927 Leiter der Bauabteilung) zog, da Familie Schlemmer für längere Zeit im Tessin weilte, zunächst in Schlemmers Haus ein. 1929 verließ die Familie ihr Domizil.
In das Haus zog nun der Leiter der Ausbauwerkstatt Alfred Arndt (1898-1976) mit seiner Frau, der Bauhaus-Weberin Gertrud Arndt (1903-2000). Alfred Arndt studierte von 1921 bis 1926 am Bauhaus Weimar und Dessau. 1929 kehrte er als Lehrer an das Bauhaus zurück, wo er bis zur Schließung 1932 wirkte. Bis 1931 leitete er die Ausbau-Abteilung, hier speziell die Möbel-Werkstatt, während Schepers Beurlaubung auch die Wandmalerei. Danach unterrichtete er bis September 1932 Ausbaukonstruktion, Entwurfszeichnen und Perspektive. Von Dessau zog er nach Probstzella, von wo er 1948 über Coburg nach Darmstadt übersiedelte, und 1976 starb.
Die Leiterin der Webereiwerkstatt Gunta Stölzl (1897-1983) bewohnte von November 1929 bis Juli 1930 mit ihrem Kind das Atelier und einen Nebenraum im ehemaligen Haus Schlemmer, 1930 zeitweilig auch mit ihrem Mann, dem Bauhäusler Arieh Sharon. Sie wurde 1925 als Werkmeisterin an die Weberei-Werkstatt berufen, ab 1927 alleinige Leiterin der Weberei. 1931 ging sie nach Zürich. Gründung der Handweberei S-P-H-Stoffe, die bis 1933 bestand und 1935 mit Heinrich-Otto Hürlimann Gründung der Werkstatt S+H-Stoffe, die sie ab 1937 als Sh-Stoffe allein weiterführte. Gab die Werkstatt 1967 auf. Seitdem entstanden vor allem Bildteppiche.


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